1. Herren: Zweimal gut gespielt, Punkte gab es jedoch wieder keine


Christian Uhde: Machte trotz der Niederlagen eine gute Figur im Tor
22.07.2010

Hotdogs stehen nach Niederlagen in Spaichingen und Uedesheim mit einem Bein in der 2. Skaterhockey-Bundesliga

Spaichingen/Bräunlingen. Die Hotdogs Bräunlingen können tun und machen, was sie wollen. Sie holen einfach keine Punkte, die für den angepeilten Klassenerhalt in der 1. Skaterhockey-Bundesliga doch so dringend von Nöten wären. Waren es bis zuletzt teils sehr heftige Klatschen, die die Mannen um Trainer Thomas Hutmacher über sich ergehen lassen und sich danach eingestehen mussten, dass der Gegner schlicht wesentlich besser gespielt hatte, so lief es am vergangenen Doppelwochenende, auswärts in Spaichingen und tags darauf zu Hause gegen Uedesheim, anders. In beiden Fällen war man mit dem Gegner absolut auf Augenhöhe, doch die Zähler bekamen nach 60 Minuten einmal mehr die Gegner. Doch der Reihe nach...

Zum Derby in Spaichingen muss eigentlich nicht allzu viel gesagt werden. Seit jeher waren die Duelle zwischen den dort beheimateten Badgers und den Hotdogs aus Bräunlingen immer an Hochspannung kaum zu übertreffen. So sollte es dann auch am vergangenen Samstag kommen. Nach einem ersten Drittel, dass 2:2 endete, konnten die Badgers im Mittelabschnitt auf 4:2 davonziehen, was jedoch nicht den Spielverlauf widerspiegelte. Nicht, dass die Führung der Hausherren unverdient gewesen wäre, aber schmeichelhaft war sie in jedem Falle für die Schwaben. Im Schlussabschnitt kam Bräunlingen zur großen Freude seiner mitgereisten Fans zum Anschluss und versuchte in der Schlussphase durch die Herausnahme von Keeper Dominik Müller für einen fünften Feldspieler noch einmal alles, Spaichingen seinerseits konnte das knappe 4:3 allerdings über die Zeit bringen.

Mit der Gewissheit im Hinterkopf, weniger als 23 Stunden zuvor die wahrscheinlich letzte Chance auf den Verbleib in Liga 1verspielt zu haben, empfingen die Hotdogs dann am Sonntagnachmittag vor knapp 100 Zuschauern die Uedesheim Chiefs zu ihrem letzten Heimspiel der aktuellen Spielzeit. Wer vor Beginn der Partie der Auffassung war, dass die rheinländischen Gäste wieder einer der Gegner werden dürften, die den Dogs deutlich deren Grenzen im Deutschen Oberhaus aufzeigt, der sah sich kurz darauf eines Besseren belehrt. Alles andere als ängstlich agierte das Tabellenschlusslicht gegen den Play-Off-Aspiranten und lag, man höre und staune, nach 20 Minute gar mit 2:1 in Front. Doch Uedesheim würde nicht wesentlich weiter oben im Tableau stehen, wüssten die Chiefs nicht, auf diese unerwartete Führung entsprechend zu antworten. Und so stand es kurze Zeit später 2:3 für die NRWler, ehe ein satter Schuss von Thomas Hutmacher den Gastgebern den erneuten Ausgleich vor der zweiten Pause einbrachte. Im Schlussabschnitt sollte kommen, was die Hotdogs wohl zu oft in dieser Spielzeit erleben mussten, um ihr gesetztes Saisonziel letztlich zu erreichen. Nach einem Freistoß der Gäste kamen diese im Nachschuss zum 4:3, das 5:3 zwei Sekunden vor Spielende gelang den Chiefs, nachdem Goalie Christian Uhde sein Gehäuse in der Schlussminute zugunsten eines weiteren Feldspielers geräumt hatte.

Fünf Punkte Rückstand auf den rettenden, vorletzten Platz bei noch drei ausstehenden Spielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Dogs nach einer Saison wieder der Diesjährigen da noch einmal herankommen, wandert faktisch gen Null. Selbst, wenn den Bräunlingern das Kunststück gelingt und sie sowohl am 21. August in Freiburg, als auch zwei Wochen später beim Auswärts- Doppelwochenende in Kaarst und Uedesheim gewinnen würden, müssten sie darauf hoffen, dass der Vorletzte Spaichingen keinen einzigen, weiteren Punkt in seinen verbleibenden drei Partien holt. Dann nämlich wären beide Mannschaften punktgleich, die Badgers wären jedoch weiterhin im Vorteil, da sie den direkten Vergleich gegen Bräunlingen mit 7:6 für sich entscheiden konnten. Und nicht zuletzt dürften auch Freiburg und Kaarst keine Punkte mehr holen bzw. Bräunlingen müsste in Kaarst zudem einen 2:7-Rückstand aus dem Hinspiel im Schwarzwald in einen gewonnenen, direkten Vergleich ummünzen. Es fällt also auf, jede Menge Konjunktiv und viele Dinge, die wie ein Uhrwerk zugunsten der Hunde ineinander laufen müssten, wenn Bräunlingen in seinen verbleibenden drei Partien noch “das Wunder vom Bregtal” erleben will. Aber offengestanden, dies ist realistisch gesehen alles andere als zu erwarten.