1. Herren: “Gestern standen wir vor einem Abgrund,...”

24.08.2010

Bräunlingen nach 3:11 in Freiburg offiziell in die 2. Skaterhockey-Bundesliga abgestiegen

Freiburg. “...heute sind wir einen Schritt weiter.” Will man das Endresultat der Hotdogs Bräunlingen - wohlgemerkt bereits zwei Spieltage vor Saisonende - in der Spielzeit 2010 in der 1. Skaterhockey-Bundesliga mit einer ordentlichen Portion Süffisanz versehen, so könnte man es mit diesen Worten ausdrücken. Die Bregtäler sind mit der samstäglichen 3:11-Packung auswärts bei den Freiburg Beasts nun ganz offiziell und zum zweiten Male nach 2008 aus der 1. BLS abgestiegen und werden es im Jahr 2011 wieder mit altbekannten Teams wie den Deggendorf Pflanz oder dem TSV Bernhardswald eine Etage tiefer zu tun bekommen. Soweit zu den jetzt klar definierten Vorgaben für die nächste Saison, die die Vereinsführung der Hotdogs Bräunlingen seit Samstagabend aufnehmen kann und weiß, worauf sie in den kommenden Monaten hinarbeiten muss. Doch nun zum Tagesgeschehen, sprich der Auswärtspartie bei Derbygegner Freiburg Beasts am vergangenen Samstag.

Lange sollte es nicht dauern, bis die Gastgeber mit 1:0 in Führung gingen. Nach einer Unachtsamkeit in der Bräunlinger Hintermannschaft kam Freiburg bereits nach 40 Sekunden zum ersten Treffer, dem in der zehnten Minute das 2:0 folgte. Bis dahin hatte Bräunlingen wenig Gegenwehr an den Tag legen können, Bräunlingen`s Schlussmann Dominik Müller sah sich Dauerbeschäftigung ausgesetzt. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Gäste nun jedoch mehr und mehr in die Partie und kamen durch Junioren-Nationalspieler Kevin Hoffmann (Assist Philipp Rosenstihl)  in der 16. Minute zum inzwischen nicht mehr ganz unverdienten Anschlusstreffer. So weit, so gut, bis zur ersten Drittelpause hatten sich die Dogs auf Augenhöhe mit den Beasts heran gekämpft. Im Mitteldrittel sollte sich dies allerdings rasanter, als es Spielertrainer Thomas Hutmacher recht sein konnte, ändern. Zunächst konnte Bräunlingen zwar noch durch seinen besten Akteur, Philipp Rosenstihl (Assist Dominik Müller), den von den recht zahlreich erschienenen Bräunlinger Fans (vielen Dank, dass ihr uns beisteht!!!) bejubelten 2:2-Ausgleich erzielen, doch in Minute 26 und 28 nahm das Schicksal seinen Lauf. Hier kam Freiburg zu den Treffern drei und vier und hatte das Momentum fortan voll auf seiner Seite. In der 32. Minute kamen die Dogs durch erneut Philipp Rosenstihl zwar zum 4:3, Christian Uhde übernahm im Tor für den ausgelaugten Dominik Müller. Doch um diese Einwechslung wird kaum jemand in der Freiburger Jahnhalle den 23-jährigen Schlussmann beneidet haben, denn Uhde bekam die trotz des Anschlusstreffers weiter anhaltende Feldüberlegenheit der Hausherren nun mehr als deutlich zu spüren und ihn traf dabei noch die wenigste Schuld. Bis zur zweiten Pause zogen die Beasts auf 8:3 davon und Bräunlingen bekam lediglich sporadische Gelegenheiten, weitere Zeichen zu setzen. Im Schlussdrittel hatten die Gäste zwar nun wieder häufiger die Möglichkeit, noch den einen oder anderen Treffer zu markieren, doch die Luft war aus der längst entschiedenen Partie schlicht draußen und die zudem ungenügende Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse trug ihr Übriges dazu bei, dass Freiburg keinen weiteren Gegentreffer mehr hinnehmen musste. Vielmehr waren es die Hausherren, die in den letzten zehn Zeigerumdrehungen noch drei weitere Tore zum Endstand von 11:3 nachlegen konnten.